Viele Menschen können sich nicht vorstellen, was an einem doch zeitlich begrenzten Gesetz so schlimm sein sollte. Ältere Menschen brauchen das wohl nicht zu lesen, denn ihnen dürfte die Tragweite des "zeitlich begrenzten" Ermächtigungsgesetz noch in Erinnerung sein.
Deutschland ist ein Dorf
Einst gab es ein Dorf, weit abgelegen der nächsten Städte. Die Dorfleitung sah nach einem Vorfall mit einem Schmuggler von Alkohol in das Dorf die Bestätigung darin, dass die Welt der Hölle anheimfalle und es nötig sei, gegen die neue Bedrohung einen Schutzwall zu errichten.
Also beschloss die Leitung, dass es unabdingbar sei eine Mauer zu errichten, welches undurchlässig für den Feind nur den Zutritt über die Eingangstore zuließe. Bauern beschwerten sich, dass sie nicht mehr schnell genug auf ihre Äcker kämen. Bürger, die sich nichts zu schulden haben kommen lassen, hatten Angst, willkürlich am Tor aufgegriffen zu werden und Händler Angst, dass man sie als Fremde und Bösewichte überführen könnte, wohl aber sie nur erlaubte Waren hätten.
Die Dorfleitung mochte dies wohl in Kauf nehmen, immerhin könnten sich diese Beschränkungen später einmal als nützlich erweisen. Um nun dem Bürger die Angst vor diesen großen Einschritt zu nehmen, beschloß sie folgendes:
Die Mauer sollte gebaut werden, jedoch soltle nach einem Jahr überprüft werden, ob sie denn wirklich helfe. Der Bürger konnte nun beruhigt sein, da man erwartete, dass die Dorfleitung schließlich einsehen würde, wie sinnlos die Mauer wäre.
Nur wenn die Mauer schon da wäre, warum sollte man sie dann wieder abreißen? Warum sollte sie ihre neue Macht wieder abgeben?
Bei den Schmugglern herschte jedoch kein Verdruß. Da die Mauer soviel Geld verschlang, gab es an der Mauer nicht viele Wächter. Sie mieden die Tore und übergangen die Mauer, die bei dem normalen Bürger als nicht überwindbar galt.

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